Die Juni gGmbH (Junior-Uni Ruhr) wird zum 31.12.2025 den Kursbetrieb einstellen und ein Liquidationsverfahren eröffnen. Der letzte Kurs in den Räumen in der Gewerbeallee 18 wird am 18.12.2025 stattfinden, letzte terminierte Kurse in Schulen werden noch bis Ende Januar 2026 durchgeführt. Der geplante Umzug in den CTPark Styrum entfällt.
Die Junior-Uni Ruhr stand im letzten Jahr vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Obwohl wir den Kursbetrieb durch neue Kooperationen ausgebaut, das Fördermittelmanagement professionalisiert und intensive Netzwerk- und Akquisearbeit betrieben haben, ist eine dauerhaft ausreichende Finanzierung der Juni gGmbH nicht absehbar.
Für das Team der Junior-Uni Ruhr bedeutet dieser Schritt eine große Enttäuschung. Nach der überstandenen Insolvenz war die Hoffnung groß, mit noch mehr Engagement und Ehrgeiz mehr Förderer für die Junior-Uni Ruhr gewinnen zu können. „Leider erkennen wir nun deutlich, dass die ursprüngliche Vision einer Junior-Uni in Mülheim an der Ruhr nicht zuverlässig und stabil aufrecht zu erhalten ist,“ sagt Anke Hötzel. Obwohl die Nachfrage nach den Kursen und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Mülheimer Schulen stetig gewachsen ist. Darüber hinaus gibt es zu nahezu allen Kursangeboten lange Wartelisten. Ohne die Junior-Uni Ruhr wird es in der Mülheimer Bildungslandschaft noch schwieriger werden, Bildung dorthin zu bringen, wo sie am nötigsten gebraucht wird.
Der Einbruch bei den Fördermittelzusagen und die anhaltende Zurückhaltung bei Spendern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft sind maßgeblich für die aktuelle Entwicklung verantwortlich. Der Kampf um Stiftungsgelder ist hart. Auch wenn in den letzten Monaten mehr Förderanträge gestellt wurden als je zuvor, wurde nur ein Bruchteil bewilligt.
„Die geordnete Abwicklung erlaubt es uns, den Kursbetrieb in Würde zu beenden“, fasst David Kremer zusammen. „Wir müssen uns eingestehen: Eine Institution wie die Junior-Uni Ruhr ist trotz der enormen Bedeutung für unsere Kinder und Jugendlichen ohne einen finanziellen Rückhalt nicht dauerhaft tragfähig zu betreiben.“